Frankfurter Memorandum: „Rudolf Steiner und das Thema Rassismus“

Im Herbst 2007 geriet die Anthroposophie im deutschsprachigen Raum zum wiederholten Male erheblich unter öffentlichen Druck. Insbesondere drohte bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien eine Indizierung von einigen Büchern Rudolf Steiners aufgrund von Äußerungen, die als rassistisch angesehen wurden.

Zwei Aspekte waren damals für die Initiative zum sogenannten Frankfurter Memorandum maßgeblich: Zum Einen hat die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, wie heutige Anthroposophen, die sich mit hohen ethischen Ansprüchen in die Gestaltung gesellschaftlicher Felder wie Schulen, Behindertenhilfe, Gesundheits- und Kreditwesen einbringen, über elementare Fragen der Menschenrechte und des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlichster Herkunft denken. Zum Anderen ist es ein Bedürfnis für Anthroposophen, heute ein aufgeklärtes Verhältnis auch zu den historischen und möglicherweise problematischen Aspekten ihres Gründers zu erarbeiten.

In einem über Monate dauernden Prozess wurde schließlich das Frankfurter Memorandum im September 2008 von den Autoren Ramon Brüll und Dr. Jens Heisterkamp zu einer Schlussfassung gebracht, die wir Ihnen hier zum Download zur Verfügung stellen:

Frankfurter Memorandum [PDF, 397 KB]