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Die Haftung für Mängel

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Beim Hauskauf bzw. Wohnungskauf sieht der Gesetzesgeber eine Mängelhaftung vor. Über welchen Zeitraum sich diese erstreckt, hängt von der Grundlage des Vertrages ab. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (dem GBG) beträgt die Gewährleistungszeit 5 Jahre. Bei der Vergabeordnung für Bauleistungen (der VOB) sind es wiederum vier Jahre.

Sogesehen mag man die Meinung vertreten, bei einem Hauskauf sei man erst einmal auf der sicheren Seite. Ein schöner Gedanke! Leider aber auch ein Falscher.

Dem Verkäufer steht es nämlich frei, die Gewährleistungsklausel auszuschließen. Sollte dies geschehen, liegt das gesamte Risiko beim Käufer. Dies mag erst einmal unseriös klingen, ist aber völlig legal und mittlerweile sogar zur Regel geworden. Hieraus ergibt sich, wie wichtig eine genaue Prüfung des Anwesens ist.

Ein Sonderfall hinsichtlich der Gewährleistung liegt allerdings vor, sollte der Verkäufer wissentlich einen Mangel verschwiegen haben. In diesem Fall könnte der Verkäufer verklagt werden. Aufgrund der Beweisbarkeit ist dies allerdings sehr schwierig. Der Ankläger müsste dem Verkäufer wirklich nachweisen können, dass er zum Zeitpunkt von dem Hauskauf bereits wusste, dass ein Mangel vorliegt. Kann man dies nicht nachweisen, wird man den Fall verlieren und muss sich selber um die Reparaturen bzw. Renovierungsmaßnahmen kümmern. Aufgrund dieser Gefahr sei noch einmal erwähnt, dass man bei der Besichtigung eines Anwesens nichts auslassen darf. Jede Etage, jedes Zimmer, jede Ecke, sogar jede Abstellkammer muss genauestens überprüft werden. Erst danach sollte es zu einem Hauskauf kommen. Jetzt bestes Angebot finden.

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Baugenehmigung Baugenehmigungsverfahren

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Ein Hausbau darf erst vonstatten gehen, wenn eine Baugenehmigung erteilt wurde. Das Baugenehmigungsverfahren ist allerdings nicht einheitlich sondern von der jeweiligen Landesbauordnung abhängig. Der Verbraucher wird sich hierum aber nicht eigenständig kümmern müssen. Für gewöhnlich ist es nämlich die Aufgabe des Architekten oder des Ingenieurs, einen Bauantrag einzureichen. Hierfür wird zuerst einmal der genaue Lageplan benötigt. Dazu kommen dann auch noch die Bauzeichnungen, die Baubeschreibung und die Statik. Den Entscheidungsträgern ist es erst einmal egal, welche Person den Antrag einreicht. Wichtig ist lediglich, dass diese Person über eine Bauvorlagenberechtigung verfügt. Daraus ergibt sich die Tatsache, dass man auf einen Architekten bzw. Ingenieur angewiesen ist.

Nachdem alle Unterlagen eingereicht wurden, unterliegt die Behörde einer vorgegebenen Frist. Bis zum festgelegten Zeitpunkt muss es also zu einer Entscheidung kommen. In den meisten Fällen erfolgt dann eine Genehmigung. Nur in seltenen Fällen wird von dem Architekten bzw. Ingenieur eine Überarbeitung verlangt, damit der Hausbau in Angriff genommen werden kann.

Aus Sicht des potentiellen Eigentumsbesitzers ist es von gravierender Wichtigkeit, dass eine Baugenehmigung immer an eine Frist gebunden ist. In Regelfall beläuft sich diese auf maximal drei Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums muss der Hausbau also beginnen. Darüber hinaus gibt es auch noch eine Vorgabe hinsichtlich einer möglichen Unterbrechung. In den meisten Fällen wird festgelegt, dass der Hausbau maximal 12 Monate ruhen darf. Sofern man gegen diese Auflagen verstößt, muss ein neuer Bauantrag gestellt werden, damit der Hausbau beginnen bzw. wieder aufgenommen werden kann.